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Europäischer Dialog zu den aktuellen Herausforderungen und
innovativen Maßnahmen in der beruflichen Bildung
Europäische Konferenzen
Die folgenden beiden europäischen Konferenzen bildeten die Kernaktivitäten des Projekts:
innovet-Konferenz: Curio-Haus Hamburg
innovet-Konferenz: Curio-Haus Hamburg

Europäische Konferenz in Hamburg

„Perspektiven einer beruflichen Bildung für alle - im europäischen Bildungsraum" vom 29.02. bis 01.03.2008


Die GEW stellt einiges auf die Beine, um eine Ausbildung für alle zu erreichen. Dass es um mehr als eine quantitative Lösung der Ausbildungskrise geht, machte die GEW-Tagung zu „Perspektiven einer beruflichen Bildung für alle im europäischen Bildungsraum" in Hamburg klar.

Die Veranstaltung, die im Rahmen unseres EU-Projektes stattgefunden hat, wurde mit Unterstützung ihrer GEW Landesverbände Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt. Neben der GEW war die polnische Lehrergewerkschaft Związek Nauczycielstwa Polskiego (ZNP) sowie der der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) maßgeblich bei der Umsetzung dieser Veranstaltung mit beteiligt.

Die etwa 280 Teilnehmerinnen und Teilnehmern setzten sich damit auseinander, wie sich unsere Berufsbildungssysteme und damit auch die berufsbildenden Schulen weiter entwickeln können. Erfreulich war die europäische Beteiligung der Nachbarländer Österreich und Polen, die mit großen Delegationen vertreten waren.

Zum Einstieg spannte die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD) den Bogen von der deutschen Berufsbildungspolitik hin zu den europäischen Projekten wie dem europäischen Qualifikationsrahmen. Sie machte deutlich, dass längst nicht alle Jugendlichen im dualen System in Deutschland unterkommen, deshalb müssten Alternativen in der Ausbildung angeboten werden.

Prof. Dr. Martin Baethge, Präsident des Soziologischen Forschungsinstituts an der Uni Göttingen (SOFI), würdigte einerseits die Stärken der dualen Ausbildung, bemängelte andererseits aber, dass zu viele Jugendliche in einem Übergangssystem aufgefangen würden. Ein ungelöstes Problem. Baethge plädierte für ein Berufsbildungssystem, das eine qualitativ hochwertige Ausbildung mit einem „Berufsabitur" ermögliche und somit grundsätzlich ein anschließendes Studium erlaube.

Was in Deutschland erst noch durchgesetzt werden muss, nämlich eine Ausbildungsgarantie, ist in Österreich bereits in Ansätzen vorhanden, berichtete Alexander Prischl vom Österreichischen Gewerkschaftsbund (ÖGB). Für Jugendliche bis 18 Jahre soll bald eine Ausbildungsgarantie gelten, die von der Regierung in Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern umgesetzt wird. Prischl wies auch auf Österreichs Erfahrungen mit dem Ausbildungsbonus hin, die die GEW-Kritik am deutschen Gesetzesentwurf unterstützen. Die Mitnahmeeffekte seien hoch, das Ergebnis im Vergleich zu den eingesetzten Mitteln außerordentlich unbefriedigend.

In den Foren wurden die mannigfaltigen Herausforderungen für die berufliche Bildung reflektiert: angefangen von gelungenen Praxisbeispielen für vollqualifizierende Ausbildung an beruflichen Schulen bis hin zur alltägliche Konfrontation mit schwierigem Verhalten von Schülern insbesondere in Berufsvorbereitungsklassen.
Erörtert wurde zum Beispiel, wie die Lehrerausbildung auf die Praxis vorbereiten kann und wie die neuen Entwicklungen in der Beruflichen Bildung einzuschätzen sind, wie die Frage der Modularisierung von Beruflicher Bildung, der Europäische Qualifikationsrahmen (EQR) und die Entwicklung Nationaler Qualifikationsrahmen (NQR) und der Prozess hin zur „Eigenständigen Schule".

Die abschließende Hamburger Erklärung beinhaltet die Handlungsperspektive der GEW für die Berufliche Bildung.

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PDF-Icon  Programm der EU - Konferenz (pdf, 43.33 kB)

ZNP - Konferenz
ZNP - Konferenz

Europäische Konferenz in Warschau

„Nationale Qualifikationsrahmen – eine
gemeinsame europäische Erfahrung und Herausforderung" 
vom 11. bis 12. Oktober 2007

Die 1½-tägige Europäische Konferenz wurde von der polnischen Lehrergewerkschaft ZNP organisiert. Der Konferenztitel „Nationale Qualifikationsrahmen – eine gemeinsame europäische Erfahrung und Herausforderung" enthielt die Botschaft, dass die Auseinandersetzung mit nationalen Qualifikationsrahmen innerhalb der einzelnen Bildungssysteme auf der Grundlage der europäischen Entwicklung geschieht:

Die Europäische Kommission und die Mitgliedsstaaten vereinbarten die Einführung eines European Qualification Framework (EQF) als Transparenz-, Vergleichs- und Übersetzungsinstrument im Bildungswesen. Der EQF stellt die Messlatte und den Bezugspunkt für spezifische nationale Festlegungen dar.

Über diese einfache, im Projekttitel enthaltene Feststellung hinaus, diente die kursive Hervorhebung als eher programmatischer Appell im Sinne der Projektziele des Europäischen Dialogs. Für die beteiligten Bildungsakteure ist es nach wie vor keinesfalls selbstverständlich, sich untereinander über Erfahrungen und Herausforderungen auszutauschen und sich gegenseitig zu unterstützen.

Wie geplant, nahmen an der ZNP - Konferenz im Rahmen des EU - Projektes insgesamt etwa 60-80 Vertreter polnischer Bildungseinrichtungen (aus Lehrerorganisationen, Ministerien, Verbänden u.a. des Handwerks, Lehrerbildung, etc.) teil. Auch einige regionale Vertreter waren anwesend. Die internationale Beteiligung setzte sich aus einer kleinen GEW-Delegation sowie jeweils einer Person aus DGB (Deutschland), ÖGB (Österreich), dem Institut für Berufsbildungsforschung (Österreich), dem DIPF (zuständig für Projektevaluation) und der Friedrich-Ebert-Stiftung (Polen) zusammen. weiter ...


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